Do HL. JOSEF, BRÄUTIGAM DER GOTTESMUTTER MARIA 

W         M         vom H

:        GL 543; 970,1.4.17; 972

 

Josef (dt. „[JHWH] möge hinzufügen“) ist der Name des Bräutigams Marias. Er war aus dem Geschlecht Davids, wie die Stammbäume Jesu zeigen (Mt 1,1.6; Lk 3,31). Sein Beruf wird in Mt 13,55 τέκτων (tektōn) genannt, was Bauhandwerker, auch Architekt oder Baumeister, bedeutete und alle Tätigkeiten beim Hausbau einschloss. In Mt 1,18 und Lk 2,5 werden Maria und Josef als verlobt bezeichnet, in Mt 1,16.19 heißt es über Josef ihr Mann, und in Mt 1,20 ermutigt der Engel Josef im Traum, Maria als seine Frau zu sich zu nehmen. Der Hintergrund für diese Schilderungen ist der jüdische Hochzeitsritus, der aus zwei Elementen besteht: 1. der Verlobung und 2. der Heimführung der Braut mit der eigentlichen Heirat. Zur Zeit Jesu konnten zwischen  diesen  beiden  Schritten  mehrere Monate vergehen, was bei Maria und Josef offensichtlich der Fall war. Da Josef in den Evangelien in weiterer Folge nicht mehr genannt wird, legt sich der Schluss nahe, dass er noch vor dem öffentlichen Auftreten Jesu gestorben ist. Diese Vorstellung wird auch begünstigt durch das Protoevangelium des Jakobus (Mitte 2. Jh.), das Josef zum Zeitpunkt seiner Verlobung mit Maria als bereits älteren Witwer und Vater mehrerer Söhne schildert.

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