Sa der 9. Woche im Jahreskreis |
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g Hl. Norbert von Xanten, Ordensgründer, Bischof von Magdeburg (RK) g Marien-Samstag Monatl. Gebetstag um geistliche Berufungen – Priestersamstag gr M vom Tag w M vom hl. Norbert w M vom Marien-Sa w M um geistliche Berufungen |
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Norbert wurde 1080/1085 in den Niederlanden geboren. Früh trat er in Xanten in das Stift St. Viktor ein – ein gesichertes Leben. Den Kölner Erzbischof Friedrich I. von Schwarzenburg (1100-1131) begleitend, kam er an den Königshof. 1111 nahm er an der Kaiserkrönung Heinrichs V. in Rom teil. Zwei Jahre später bot ihm der Kaiser das Bistum Cambrai (im Norden Frankreichs) an, was Norbert ablehnte – vielleicht weil er miterlebt hatte, wie der Kaiser den Papst und die Kardinäle zwei Jahre lang gefangen halten ließ. Inspiriert von Reformideen versuchte der mittlerweile zum Priester geweihte Norbert vergeblich, sein Heimatstift Xanten zu reformieren. Daraufhin wurde er Eremit, war aber auch Wanderprediger, was nicht allen gefiel. Auf der Synode in Fritzlar (1118) konnte sich Norbert gegen den Vorwurf der Ketzerei verteidigen; es kam aber nicht zur Versöhnung. So beschloss er, seine Heimat zu verlassen. In Südfrankreich traf er Papst Gelasius II., der ihm erlaubte, auf der Wanderschaft zu predigen. 1119 trat er auf dem Konzil von Reims auf. Dann sollte Norbert das Stift in Laon reformieren, was aber nicht gelang. Schließlich schuf der dortige Bischof die Voraussetzungen für eine Klostergründung. Norbert sträubte sich, wählte aber dann das Tal Prémontré für eine Niederlassung. Die Gemeinschaft hielt sich an die Augustinusregel und an eremitische Ideale und war sehr auf ihn zugeschnitten. Nach seinem Weggang geriet sie in eine Krise, was eine Institutionalisierung und die Abkehr von der Zentrierung auf eine Person erforderte. Nach dem Tod des Erzbischofs von Magdeburg wurde Norbert sein Nachfolger. Am 18. Juli 1126 zog er dort ein – barfüßig und ärmlich gekleidet. Er war ein unnachgiebiger Reformer. 1129 ersetzte er die Kanoniker des Stifts Unser Lieben Frauen in Magdeburg durch Prämonstratenser. Die Bürger rebellierten gegen ihn, sodass er fliehen musste. Als Vertrauter Lothars III. begleitete er diesen 1132/33 nach Italien zur Kaiserkrönung. Nach der Rückkehr blieb er am kaiserlichen Hof. Ab Anfang 1134 wieder in Magdeburg, starb er am 6. Juni 1134. Erst 1582 erlaubte Gregor XIII. dem Orden, ihn am 6. Juni zu feiern. 1621 wurde dies auf die Gesamtkirche ausgeweitet. |
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