Mo HL. PETRUS UND HL. PAULUS, Apostel 

H         R         M         am Tag

:        GL 477; 546; 970,1.5.6.17

 

Petrus stammte aus Galiläa und war an seiner Sprache als Galiläer erkennbar (Mk 14,70). Er und sein Bruder Andreas gehörten zu den ersten Jüngern, die Jesus in seine Nachfolge berief. Sie waren damals Fischer am See Gennesaret. In Mt 16,17 spricht Jesus Petrus als Simon Barjona (aram. „Sohn des Jona“) an; laut Joh 1,42 heißt sein Vater aber Johannes., was zur Annahme führt, dass Jona eine Kurzform von Johannes ist. Allerdings ist barjona auch ein Adjektiv, das impulsiv/unbeherrscht bedeutet. Eventuell war Petrus früher ein Zelot. Des Weiteren gibt Jesus Simon den Beinamen Kephas (Fels/Stein) bzw. Petrus (Stein) (Joh 1,42; vgl. Mk 3,16). Simon war verheiratet und wohnte zusammen mit seiner Frau, ihrer Mutter und seinem Bruder in Kafarnaum (Mk 1,21+29 f.). Die Beziehung zu Jesus könnte man „facettenreich nennen: vom Christusbekenntnis des Petrus und der Zusage Jesu Du bist Petrus [griech. petros], und auf diesen Felsen [griech. petra] werde ich meine Kirche bauen.“ (vgl. Mt 16,16.18) über die Zurechtweisung Tritt hinter mich, du Satan!“ (Mt 16,23) zum Erlebnis der Verkrung Jesu (Mt 17,1-9), von der Verleugnung Jesu (Mt 26,34f.69-74) zur Frage nach der Liebe und der Beauftragung Weide meine mmer!“ (Joh 21,15) Nach Pfingsten war Petrus einer der Führer der Jerusalemer Gemeinde. Laut Gal 2,11 war er auch in Antiochia (heute Antakya, Türkei). Dass Petrus Bischof von Rom gewesen sei, findet sich nicht im Neuen Testament, sondern erst in späteren hagiographischen Texten wie den Petrusakten, in denen auch die Kreuzigung des Petrus geschildert wird. Seit dem letzten Drittel des 2. Jh.s wird eine bestimmte Stelle auf dem vatikanischen Hügel als Petrusgrab verehrt. Kaiser Konstantin ließ von 315 bis 349 darüber eine Basilika bauen, die 1507 abgerissen und durch den Petersdom ersetzt wurde.

Paulus von Tarsus (hebr. Scha’ul, latinisiert: Saulus) wurde zwischen den Jahren 1 und 10 n. Chr. in Tarsus in Kilikien (in der heutigen Türkei) geboren. Als griechisch gebildeter Jude und radikaler Pharisäer mit römischem Bürgerrecht verfolgte er zunächst die Christen. Nach dem sogenannten Damaskuserlebnis (Apg 9,3-19; 22,6-11; 26,12-18) verstand er sich als von Gott berufener Apostel für die Heidenvölker. Auf seinen Missionsreisen im Mittelmeerraum gründete er Gemeinden und blieb mit ihnen brieflich im Kontakt. Für seine Verhaftung in Jerusalem, den Prozess und die Überführung nach Rom gibt es keine Selbstzeugnisse des Paulus, nur die Schilderungen der Apostelgeschichte. Im Martyrium Pauli in den Paulusakten (160-180 n. Chr.) heißt es, er sei in Rom unter Kaiser Nero (54-68 n. Chr.) enthauptet worden. Die Kreuzigung ist ihm als römischem Bürger damit erspart geblieben. Sein Grab soll sich unter der Basilika Sankt Paul vor den Mauern befinden.

Die Kopfreliquien von Petrus und Paulus sind seit 1367 in der Lateranbasilika über dem Hauptaltar.

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